In der Zwischenzeit…

…kämpfen wir an allen Fronten. Der stellenweise auch belastende „Stress“ des Hausbaus, von dem uns immer erzählt wurde, hat uns mittlerweile gleichsam eingeholt und aktuell überwiegt dieser leider über die Freude an einem neuen Haus, das noch immer völlig abstrakt erscheint und ja nur auf dem Papier und in unserer Vorstellung existiert. Die Erfahrungen z.B. mit dem Bauamt und den nun endlich vorliegenden Angeboten z.B. zur Stahltreppe, den anstehenden Erdarbeiten auf unserem Grundstück, Rechnungen über zusätzliche Leistungen unseres Architekten, Versicherungskosten und immer wieder nicht eingeplante oder schlicht unbekannte oder aufgrund der Fülle vergessene Positionen auch durch die schrittweise Ergänzung der noch offenen Posten resultierend aus der Bemusterung unseres Hauses, nagen an unseren Kräften und erfordern eine beständige Anpassung unserer finanziellen Kalkulation. Der Einbezug von Reserven, die für andere Anschaffungen geplant waren, also dem Rotstift zum Opfer fallen müssen, ist in vollem Gange. Je mehr ungeklärte Variablen geklärt werden, um so mehr müssen wir erfahren, dass die finanzielle Planbarkeit eines solchen Unterfangens absolut begrenzt ist und derart viele Variablen bereit hält, dass alle guten Ratschläge Kapital X für z.B. Nebenkosten einzuplanen, schlicht am Ende doch ein Spiel mit der Wahrsagerei ist. So kommen grob überschlagen wenigstens 35T € Kosten für Erdarbeiten auf uns zu und wir haben z.B. seit Beginn des Projektes nebenher nahezu 10T € für Bodengutachten und Vermessung, Berechnung der Abstandsflächen, zusätzl. Architektenleistung, Rechtsberatung, Gebühren für Eintragungen auf dem Amtsgericht, Baumfällarbeiten und Containermiete, Versicherungen und Umzugskartons ausgegeben. Ganz zu Schweigen von Notargebühren und Steuern.
Die Flut der zu beschaffenden Informationen, sowohl im Vorfeld als auch im Prozess, ist so immens, dass dies kaum oder nur unzureichend gelingen kann  oder auch erst bei Verfügbarkeit notwendiger Informationen möglich ist,  gleichwohl wir uns bestens gerüstet sahen.
Auch der anfänglich offerierte Kaufpreis des Hauses ist schlicht nur Makulatur, da erst im Laufe der Bemusterung abgeschätzt werden kann, welche Optionen „nice to have“ und welche doch unabdingbar sind und auch dadurch verändert sich das zuvor geplante Haus noch einmal. Außerdem erfährt man erst in diesem Kontext real aufgerufene Preise, die dem Laien zuvor natürlich nur diffus oder unbekannt sind. Schon an dieser Stelle wird klar, dass wir in unserem Leben nur ein Haus bauen werden…

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