Hausstellung – Tag 1

An diesem lang ersehnten Morgen fuhren wir nur ungern zur Arbeit und nicht in Richtung Grundstück, auf welchem heute unser Haus gestellt werden würde. So durften unsere Eltern den Aufbau des Erdgeschosses miterleben und dokumentierten diesen ersten Vormittag ausführlich für uns, worüber wir sehr dankbar sind. Der 40t Kran war von Fingerhut Haus auf 09.00 h bestellt und pünktlich erreichte derselbe die Baustelle, 

um sich sogleich auf dem Grundstück zu positionieren. Etwas früher erreichte die Kolonne der Firma Fingerhut Haus die Baustelle und begann unverzüglich mit der Arbeit. Zunächst wurde die Bodenplatte gesäubert, 

um anschließend die Plane zur Feuchtigkeitssperrung aufzubringen. Dabei mussten die Hauff-Trichter ausgespart, bzw. wieder freigeschnitten werden. Der Kran war mittlerweile sicher platziert und fuhr seinen Ausleger aus, welchen wir, als wir nachmittags die Baustelle erreichten, von weithin sehen konnten. Ein glückliches Gefühl war das. 

Den Berichten unserer Eltern zufolge waren die Außenwände des EG schnell aufgestellt, nachdem der erste Lastzug die Straße herauffuhr, um seine Fracht abzuladen.

Den Prozess konnten wir zum Glück am Nachmittag bei der Erstellung des OG verfolgen, dazu also später noch einige Details mehr. Nach den Außenwänden platzierte der Kran die Innenwände, welche er vom LKW der Firma Fingerhut Haus über das Gerüst in das EG hob. Nun war auch klar, warum das Gerüst schon am Samstag zuvor in voller Höhe aufgestellt worden war. Es machte das Arbeiten am Haus sicher und sehr einfach. Die Kolonne bestand aus fünf freundlichen Fingerhut Haus Mitarbeitern, die von ihrem Polier motiviert geführt wurden. Außerdem war unser Bauleiter auf der Baustelle und packte hier und da tatkräftig mit an.

Als wir am frühen Nachmittag die Baustelle erreichten, kamen wir aus dem Staunen gar nicht heraus. Endlich wird unser Traum vom Eigenheim wahr. Das alles fühlte sich sehr surreal an und ohne unsere Eltern ausführlich zu begrüßen, stürmten wir ins fast fertige EG, welches kurz davor stand, die

Zwischendecke zu erhalten. Pünktlich mit unserer Ankunft setzte auch der Regen ein, der uns später noch mächtig Ärger bereiten sollte. Natürlich begrüßten wir zuerst den Polier und seine Mitarbeiter und stellten uns vor. Dann konnten wir miterleben, wie zwei Stahlträger und die Zwischendecke Stück für Stück über unseren Köpfen den noch freien Blick in den

regnerischen Himmel verschloss. Der völligen Reizüberflutung ausgeliefert liefen wir zunächst in die einzelnen Räume des EG. Anschließend betrachteten wir zur Untätigkeit verbannt das rege Treiben um unser Haus. Wir gingen

einige Meter die Straße hinauf und positionierten uns vor dem LKW, um einen guten Blick auf die nächsten Arbeitsschritte zu haben. Zwischenzeitlich wurden die Wände für das OG auf der Bodenplatte der Garage

zwischengelagert, bevor der nächste LKW mit den Außenwänden des OG eintraf. Wir entschlossen uns, das Gerüst zu erklimmen, um eine bessere Sicht
zu erlangen. Unser Bauleiter war unterdessen dabei, die Zwischendecke mit einer Plane abzudecken, welche anschließend mit einer Art Tacker befestigt wurde. Dann wurde der Ausschnitt der Treppe freigeschnitten, Holzbalken in Balkenschuhen befestigt und darüber ausziehbare Alu-Bolen gelegt, um nicht

hindurchfallen zu können. Währenddessen wurde der Anhänger des LKW von der roten Plane befreit und gab den Blick auf unsere Außenwände frei, die kurze Zeit später am Ausleger des Krans baumelten und auf das EG gehoben wurden.

Vorher hatte die Truppe mittels einer Schlagschnur die genaue Position der Befestigungswinkel festgelegt und diese ringsum mit der Zwischendecke verbunden, sodass die Wände daran verschraubt werden konnten. Dazu wurde die Wand abgesetzt, ins Wasser gebracht und mit einem Stützpfeiler auf der

Zwischendecke gestützt, bzw. in Position gehalten. Danach wurde die westliche Wand mit dem vorgeschriebenen

Rettungsfenster von allen Seiten mit langen Schrauben verschraubt. Gut zu erkennen waren auch die verschiedenen Putzschichten, die bereits im Werk in Neunkhausen aufgetragen worden waren. Bevor ein weiterer Platzregen dem freudigen Treiben ein kurzes Ende bereitete, schwebte die südliche Wand

unseres Hauses herein, um ebenfalls installiert zu werden. Nachdem die Wassermassen von der Zwischendecke gewischt waren, wurden die beiden restlichen Außenwände gesetzt und befestigt, bevor der Feierabend

eingeläutet werden konnte. Im Deckenausschnitt für die Treppe konnten wir bereits feststellen, dass die Dämmung der Zwischendecke in diesem Bereich triefend nass war und es sollte noch schlimmer kommen, denn der Wetterbericht würde mal wieder Recht behalten. Ein Unwetter zog auf.

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